|
Hans-Gerd Ruwe gehört zu den Bildhauern, deren Werke man im gesamten Stadtgebiet antrifft. Nach
seiner Schulzeit kam er zum Militär und kehrte erst im Dezember 1948 aus französischer
Kriegsgefangenschaft nach Osnabrück zurück. Er war Schüler bei Theo Hacke und Helmut Gressieker
in der "Bildnerischen Werkschule" und gleichzeitig Steinmetzlehrling bei Emil Jung, einem Schüler
des Dombildhauers Heinrich Seling. Anschließend studierte er an der Werkkunstschule Hannover und
an der Hochschule der bildenden Künste in Hamburg. Nach der Meisterprüfung als Steinbildhauer
erfolgten Studienaufenthalte in Italien, Holland und Frankreich. Sein bekanntestes Werk dürfte
wohl der "Bürgerbrunnen" sein, der nach langer Diskussion endlich in der Nähe des Osnabrücker
Marktes guten Standplatz erhalten hat. Von Hans-Gerd Ruwe sind nur zwei Darstellungen mit der
Geburt Jesu bekannt: Zum einen eine große Blockkrippe aus Kunststein und zum anderen eine
vielfigurige Hauskrippe. Beide Arbeiten befinden sich heute in Privatbesitz und zählen zu den
besonders ausdrucksstarken Werken Osnabrücker Krippenkunst.
|

Heilige Familie, Osnabrück
Kunststein, 60 cm, um 1960
|