Volker Johannes Trieb wurde 1966 in Worms geboren und besuchte dort das Erzbischöfliche Collegium
Marianum Neuss. 1983 begann er in Osnabrück eine Keramikausbildung und war Mitbegründer der Musik-
und Kunstinitiative Georgsmarienhütte. 1987 erfolgt die Ateliergründung in Osnabrück. Im Atelier
entsteht moderne Keramik, von der Gebrauchskeramik über Lichtobjekte bis zu Möbelobjekten. Bestandteil
der ständigen Ausstellung sind zudem Gartenobjekte und Skulpturen, die in einem eigens dafür angelegten
Garten präsentiert werden. 1995 erfolgt die Gründung einer zweiten Werkstatt in Georgsmarienhütte, in
der vor allem große, mit Keramik kombinierte Stahlobjekte entstehen. Eine seiner großen Arbeiten ist
eine moderne Weihnachtskrippe aus Stahl und Keramik, die von der Art der Ausführung und der
inhaltlichen Gestaltung her gesehen, als absolut neue Form in der Gestaltung von Weihnachtskrippen
bezeichnet werden kann. Über dem Stall aus dickem Stahl, in dem die Heilige Familie zu sehen ist,
wölbt sich andeutungsweise die Erdkugel, auf der Menschen dargestellt werden. Erst beim genauen
Hinsehen entdeckt man, dass es sich hierbei nicht um die traditionell an der Krippe versammelten
Personen handelt, sondern um Menschen der Gegenwart, junge und alte, gesunde und kranke, eine Person
sitzt sogar im Rollstuhl. In vier Meter Höhe befindet sich ein Stern, ein Engel, der etwas abseits
steht, erreicht immerhin noch drei Meter. Als Gegenstück hierzu hat Volker-Johannes Trieb noch eine
etwas kleinere Krippe gestaltet, bei der die Krippe und die am Geschehen beteiligten Personen auf der
Innenseite des angedeuteten Erdballs zu sehen sind.

Hauskrippe, Osnabrück
Stahl und Keramik, engobiert, 80x50 cm, 1999
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Krippe, Georgsmarienhütte
Stahl und Keramik, 2,8 x 2,4 x 1,5 cm, 1995
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